Eine Asset-Liste ist noch lange kein Asset-Management
Sichtbarkeit ist der Anfang, nicht das Ziel.
- 30.09.2026
- HWI, Malterdingen
- 09:00 – 14:00
- kostenfrei
OT-Asset-Management im Realitätscheck: Tim Bauer und ausgewählte Unternehmen berichten bei der HWI, was bei Inventarisierung, aktiver und passiver Erkennung sowie dem Aufbau dauerhafter Management-Prozesse wirklich funktioniert. Ein Vormittag mit Erfahrungen aus echten Projekten, konkreten Stolpersteinen und offenem Austausch.
Sichtbarkeit. Verwaltung. Veränderung erkennen.
OT-Assets erkennen, inventarisieren und dauerhaft beherrschen: Was in echten Projekten funktioniert… und was nicht.
Vor fünf Jahren hat Tim Bauer bei HWI erstmals intensiv über OT-Asset-Management gesprochen. Seitdem ist viel passiert: neue Tools, bessere Erkennungsmethoden, höhere regulatorische Anforderungen und deutlich mehr Aufmerksamkeit für die Sicherheit von Produktionsanlagen und technischen Infrastrukturen.
Aber sind Unternehmen heute wirklich weiter?
Dieser Vormittag zieht Bilanz. Ohne Hochglanzfolien, ohne Herstellerpräsentationen und ohne die Behauptung, dass ein einzelnes Tool alle Probleme löst. Dafür mit Erfahrungen aus realen Projekten, konkreten Stolpersteinen und vier Unternehmen, die offen berichten, was bei ihnen funktioniert hat, was nicht funktioniert hat und welche Fragen bis heute ungelöst sind.
Sichtbarkeit ist der Anfang, nicht das Ziel.
„Man kann nicht schützen, was man nicht kennt“ ist wahrscheinlich der meistzitierte Satz, wenn es um OT-Asset-Management als Werkzeug für OT-Security geht. Er mag richtig sein, greift aber viel zu kurz. Ein erkanntes Gerät ist noch kein verwaltetes Asset.
Eine automatisch erzeugte Geräteliste beantwortet noch nicht, wem ein System gehört, welche Funktion es erfüllt, wie kritisch es für den Betrieb ist, wann es ersetzt werden muss oder wer bei einer Schwachstelle handeln soll.
Ein Inventory beschreibt zunächst, was vorhanden ist. Asset Management sorgt dafür, dass diese Informationen ganzheitlich zur Verfügung stehen, dauerhaft gepflegt sind und man sich auf sie verlassen kann: So wie es betriebliche Prozesse erwarten und einfordern, so wie es Normen und Richtlinien vorgeben.
Assets
…Definieren, welche Assets zu dem Scope gehören. Dazu gehört auch die Festlegung auf die benötigten Informationen des Assets. Schaffe ich es diese Informationen automatisch abzufragen, oder nicht?
Güte der Informationen
…wer ist für die Erfassung der Daten und deren Güte zuständig? Dabei entscheidet sich auch, welche Informationen und Hersteller abgefragt werden. Das Know-how entscheidet über die Umsetzung.
Vorgaben geben Leitlinien
…welche Anforderungen kommen aus den Regularien, und wie setzt man diese um. Dabei geht es von Backup und Patches bis hin zum Change-Prozess. Um die Normen oder Richtlinien einzuhalten, braucht es klare Umsetzungen im Alltag.
Ein Vormittag, der aus Daten Entscheidungen macht
Der Vormittag ist genau richtig, wenn:
- Ihre Asset-Daten auf mehrere Listen und Systeme verteilt sind
- Sie nicht sicher wissen, wie vollständig oder aktuell Ihr Bestand ist
- Sie passive und aktive Erkennung bewerten müssen
- Sie vor einer Toolauswahl oder einem Proof of Concept stehen
- Ihr bisheriges Projekt zwar Sichtbarkeit, aber noch keine Prozesse geschaffen hat
- Verantwortlichkeiten zwischen IT, OT, Produktion und Instandhaltung ungeklärt sind
- Sie Asset-Daten für Schwachstellen-, Patch-, Backup- oder Incident-Prozesse nutzen wollen
- Sie wissen möchten, wie andere Unternehmen praktisch vorgegangen sind
Mehr Tools. Mehr Daten. Aber auch mehr Asset-Management?
Die technischen Möglichkeiten haben sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Passive Sensoren erkennen Kommunikationsbeziehungen, aktive Verfahren liefern zusätzliche Geräteinformationen und Plattformen versprechen eine zentrale Sicht auf die gesamte OT-Landschaft.
Trotzdem scheitern viele Vorhaben weiterhin an denselben Punkten:
- Es wird ein Tool beschafft, bevor Anforderungen und Anwendungsfälle geklärt sind
- Das Projekt endet mit einer Inventarliste, die sich keiner wirklich gerne ansieht
- Verantwortlichkeiten für Assets und Daten bleiben ungeklärt
- Passive Erkennung wird mit vollständiger Transparenz verwechselt
- Aktive Verfahren werden pauschal ausgeschlossen oder unkontrolliert eingesetzt
- Kritikalität wird technisch statt betrieblich bewertet
- Daten werden erhoben, aber nicht in Management-Prozesse integriert
- Nach dem Projektstart veraltet das Inventory schleichend und Ressourcen sind regelrecht gelähmt
- OT-Betrieb, Instandhaltung, Produktion, IT und Security arbeiten mit unterschiedlichen Wahrheiten
Wir sprechen darüber, wie sich diese Stolpersteine vermeiden lassen und wie aus einem zeitlich begrenzten Sichtbarkeitsprojekt eine dauerhaft nutzbare Management-Disziplin entsteht. Wichtig dabei ist, sollten diese Stolpersteine nicht nur Sie betreffen, sondern auch die Kollegen aus anderen Abteilungen, ist dieses Event auch für diese Kollegen interessant.
Was Sie an Wissen mitnehmen.
Inventory und Asset Management klar unterscheiden
Sie lernen, welche Informationen ein belastbares OT-Inventory enthalten sollte und welche Rollen, Verantwortlichkeiten und Prozesse zusätzlich erforderlich sind, damit daraus echtes Asset-Management entsteht.
Active, passive oder hybrid richtig entscheiden
Sie erhalten eine realistische Einordnung der unterschiedlichen Erfassungsmethoden. Wo passive Erkennung ihre Stärken hat, wo blinde Flecken bleiben und unter welchen Voraussetzungen aktive Abfragen in OT-Umgebungen sicher und sinnvoll eingesetzt werden können.
Von echten Projekten lernen
Ausgewählte Unternehmen berichten offen über ihre Erfahrungen. Welche Ansätze funktioniert haben, woran Projekte ins Stocken geraten sind und welche organisatorischen und technischen Probleme auch nach der Einführung bestehen bleiben.
Wenn Sie OT-Asset-Management nicht nur kaufen, sondern aufbauen wollen:
Ein Vormittag zwischen Anspruch und Betriebsrealität.
Sechs Programmpunkte. Konkrete Fälle. Klare Antworten. Keine Folienschlachten.
Ankommen und Begrüßung
Kaffee, erstes Kennenlernen und Zusammenkommen
Einige Jahre OT-Asset-Management: was haben wir gelernt?
Tim Bauer blickt auf Projekte und die Entwicklung der vergangenen Jahre zurück:
- Warum Sichtbarkeit kein Asset-Management-Prozess ist
- Weshalb ein Inventory kein Asset-Management-Prozess ist
- Warum die Tool-Auswahl nicht der erste Projektschritt sein sollte
- Welche Erwartungen sich erfüllt haben und welche nicht
- Welche Fehler sich in den Projekten immer wiederholen
Aus der Praxis
Anwender berichten aus den eigenen OT-Asset-Management Vorhaben
- Wie wurde gestartet?
- Welche Daten und Systeme waren bereits vorhanden?
- Wo lagen die größten Hürden?
- Was würde man heute anders machen?
Kaffeepause und offener Austausch
Vom Inventory zum Managementsystem
Ein pragmatischer Weg zum Aufbau von OT-Asset-Management: von Scope bis zur Umsetzung
Aus der Praxis
Anwender berichten aus den eigenen OT-Asset-Management Vorhaben
- Wie wurde gestartet?
- Welche Daten und Systeme waren bereist vorhanden?
- Wo lagen die größten Hürden?
- Was würde man heute anders machen?
Realitäts-Check
Was funktioniert wirklich? Gemeinsame Diskussionsrunde und Einordnung der Themen in den Alltag.
Ende und offener Austausch
Mittagessen und offener Austausch unter den Anwendern
Für Sie am 30. September vor Ort.
Tim Bauer ist Solution Architect und Berater für OT-Security. Seit mehr als 18 Jahren ist er in unterschiedlichen Rollen in der IT unterwegs und beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit Operational Technology, Industrial Security, Gebäudeautomation und Systempattformen für die Industrie.
Als Fachsprechpartner verbindet er IT- und Security-Know-how mit der Realität von Produktion, Instandhaltung, Facility Management und Automation. Sein Fokus liegt auf pragmatischen Architekturen, klaren Verantwortlichkeiten und Lösungen, die im Betrieb tatsächlich genutzt werden können.
Vor fünf Jahren sprach Tim Bauer bei HWI erstmals über OT-Asset-Management. Bei diesem Kundenvormittag zieht er Bilanz: Was ist seitdem besser geworden, welche Annahmen haben sich als falsch erwiesen und wie lässt sich OT-Asset-Management heute sinnvoll aufbauen?
Felix Senn
HWI plant, realisiert und betreibt sichere IT- und OT-Infrastrukturen für den Mittelstand. Im Mittelpunkt stehen nicht isolierte Technologien, sondern deren Zusammenspiel im täglichen Betrieb: Von Netzwerken und Security bis zu den Übergängen zwischen IT und OT.
HWI bringt Unternehmen, technische Experten und Anwender zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und Lösungen zu entwickeln, die nicht nur im Konzept, sondern auch im Betrieb funktionieren.
Mit denen, die heute schon auf integrierte Infrastruktur setzen.







Ein Vormittag, der für Sie Klarheit schafft.
September 2026
Mittwoch
- 09:00 – 14:00
Come together ab 09:00
- kostenfrei
Sichern Sie sich Ihren Platz.
Investieren Sie einen Vormittag Ihrer Zeit und kommen Sie mit Branchenkollgen ins Gespräch. Sie bekommen Einblicke in aktuelle und vergangene Projekte und die Umsetzung im Alltag. Anmeldung möglich bis 03.09.2026. Plätze sind begrenzt.
Anmeldung HWI Event
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