Gebäudeautomation 4.0: Was Planer, Bauherren und Betreiber wissen müssen

Die Digitalisierung und Trends wie IoT (Internet of Things) eröffnen der Gebäudeautomation spannende Perspektiven. Doch parallel zur Intelligenz der Gebäudetechnik wachsen auch die Zahl der beteiligten Gewerke und die Komplexität der IT-gesteuerten Prozesse. Das wirft bei großen Bauprojekten eine zentrale Frage auf: Wie kann Gebäudetechnik heute vernetzt werden, damit sie hochverfügbar und sicher ist? Die autolinguale IT (AIT) liefert neue Antworten für eine Gebäudeautomation „4.0“ – ausgehend von den realen Prozessen im Gebäude.

Smart Home hoch zehn

Zerlegt man die digitalisierte Gebäudetechnik moderner Zweckbauten wie Produktions- und Verwaltungsgebäude, Kliniken, Stadien oder Messen in ihre Bestandteile, zeigt sich ein Bild von hoher Komplexität. Für IT-Ingenieur Tim Bauer von HWI ein vertrauter Anblick: „In einem modernen Großbau laufen riesige Datenmengen und eine Vielzahl an Systemen, Funktionen, Schnittstellen und Protokollen zusammen, das geht weit über DALI für die Beleuchtungssteuerung oder das Konnex-Bus-System (KNX) hinaus. Da kommen gut und gerne 40 Gewerke für die Gebäudeautomation zusammen“. Neben den üblichen Gewerken wie Licht oder Beschattung geht es auch um Klimatisierung, Energiemanagement, Zutrittskontrolle, Kameraüberwachung, Kühlräume oder Wasseraufbereitungsanlagen bis hin zu Exoten wie isotopen Abklinganlagen.

Bedenkt man, wie viel Kopfzerbrechen schon die Vernetzung von Anwendungen im Smart Home bereiten kann, hat man es hier, im „Smart Big Building“ mit echten Herausforderungen zu tun.

Gebäudeautomation heute: neue Aufgaben zu bewältigen

So kommt man im Umfeld der Industrie 4.0 nicht umhin, für die Gebäudeautomation Aufbau und Aufgaben in einem größeren Zusammenhang zu definieren. Die Zeiten autarker Anlagen sind vorbei, smarte Gebäudetechnik wirft neue Fragen auf. Tim Bauer kennt sie genau, meist sind es die gleichen:

  • Wie verhindere ich unberechtigte Zugriffe, Hackerangriffe und Sabotage in einem komplett vernetzten Gebäude?
  • Wenn sowieso alles vernetzt ist – wäre eine zentrale IT-Plattform für die Gebäudetechnik sinnvoll?
  • Sollte man die Gebäudeautomation in das Office-Netzwerk integrieren oder doch besser parallel betreiben?
  • Wie müssten abgestimmte Übergänge zwischen den Gewerken und der Office IT aussehen?
  • In wessen Verantwortungsbereich fällt die Vernetzung?

Wird Gebäudeautomation wie in analogen Zeiten Zelle für Zelle autonom organisiert und erst am Ende nach Netzwerkzugang und Verzeichnisdiensten gefragt, sind Verfügbarkeits- und IT-Sicherheitsrisiken vorprogrammiert. Doch was ist die Antwort?

Tim Bauer ist überzeugt: Benötigt werden Vernetzungskonzepte wie sie die autolinguale IT bietet.

Die Vernetzung nicht dem Zufall überlassen – autolinguale IT sorgt für sichere und hochverfügbare Gebäudesteuerung.

Autolinguale IT (AIT) – Vernetzung schon in der Bauplanung mitdenken

Mit der autolingualen IT geht der IT-Dienstleister HWI die Vernetzung der Gebäudetechnik früher und systematischer an, als in der Branche üblich. Schon in der Planungsphase werden alle realen Prozesse der Gebäudeautomation, ob Bewegungsmuster einer Schranke, Lichtsteuerung oder Lüftungsszenarien, isoliert betrachtet und nach ihrer Kommunikation im Netzwerk erfasst. Denn nur wer die echten Abläufe im Gebäude kennt, so die Prämisse der autolingualen IT, kann auch die passenden Verfügbarkeits- und Sicherheitsanforderungen ableiten.

Gebäudeautomation: Definition nach autolingualer IT (AIT)

Für die autolinguale IT sind alle Gewerke relevant, die über ein Netzwerk kommunizieren und zur Gebäudesteuerung beitragen. Das kann die üblichen Gewerke umfassen, wie Heizung oder Klima, aber auch Parkleitsysteme oder autarke Notfallsysteme wie Brandschutz, sobald sie über eine Schnittstelle verfügen. Die Bandbreite reicht vom autonomen System, das nur Statusmeldungen zur Verfügung stellt, bis hin zu Systemen, die auf einer gemeinsamen Server-Infrastruktur laufen.

„Wir wissen genau, welches Gewerk welche IT-Dienste benötigt“, erklärt Bauer. „Und dabei ist es erst einmal egal, ob es sich um eine SCADA-Applikation, einen Datenbankserver, einen Zeitdienst oder einen Fernwartungszugang handelt. Alles was spricht, hat eine potentielle Relevanz für den Prozess.“ Am Ende steht eine Art Bauplan für die optimale – und für jedes Objekt individuelle – IT-Infrastruktur.

Ende heißt hier: Am Anfang der Bau- und Realisierungsphase.

Und weil ein Vernetzungskonzept nur dann effizient ist, wenn es vor der Implementierung der Gebäudetechnik entsteht, ist das Gespräch mit den Planern und Bauherren so wichtig: „In der Praxis wird das oft noch unterschätzt“, sagt Bauer. „Aber heute brauchen wir eine zusätzliche Expertise, die von Anfang an die Vernetzung im Blick hat, und die Automations- mit IT-Know-how vereint. Die aber außerhalb der Gebäudeplaner und der IT-Abteilungen steht“.

Die Vorteile der autolingualen IT für die Anbindung der Gebäudeautomation liegen auf der Hand:

  1. ein umfassendes Sicherheitsdesign bereits in der Planungsphase,
  2. eine effiziente Umsetzung in der Bau- und Realisierungsphase und
  3. sichere und stabile Funktionen in der Betriebsphase.

Welches Netzwerkdesign braucht Ihre Gebäudetechnik?

Ein autolingual designtes Netzwerk bildet stets die individuellen Anforderungen und realen Prozesse der Gebäudeautomation ab. Dabei ist es hoch flexibel, so dass Änderungen, die sich im Verlauf des Bauprojekts ergeben, schnell und einfach berücksichtigt werden können. Es bietet geschützte Übergänge und eine komplette Transparenz über alle IT-Dienste und Kommunikationsbeziehungen, die für die Gebäudeautomation relevant sind. Und gewährleistet einen permanent sicheren Betrieb.

Sprechen Sie uns gerne an, falls Sie die Sanierung Ihres Gebäudes oder einen Neubau planen. Wir sorgen dafür, dass smarte Gebäudeautomation auch in Ihrem Unternehmen smart funktioniert.

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